Musik ist Ausdruck der Seele und macht das Unsagbare hörbar

Musikfestival in den Musikräumen Feuerthalen am 19. September 2026
Im Rahmen der grenzüberschreitenden Museumsnacht wurde bewusst auch dasselbe Datum für das Musikfestival gewählt. Es galt als Premiere, das 5-jährige Bestehen der Musikräume Schaffhausen mit vielfältigen musikalischen Darbietungen zu feiern. Da die Nacht dafür nicht ausreichte, startete man bereits am Samstagmorgen um 11.00 Uhr.
Werner Wocher
Bild 7 – Hilarimusik
(Bild 1) «Die Morgenstund trompetet rotmalerisch durch Dorf und Stadt» beginnt ein Gedicht, das den Tagesablauf einleitet. In diesem Sinne leitete das Trompetentrio mit dem schwungvollen «The Man I Love» (der Mann, den ich liebe) das Festival ein. Mit dabei im Trio war Martin Volkart, Mitglied der Vereinsleitung (links im Bild), der anschliessend auch durch das gesamte Programm moderierte und in verschiedenen Formationen mit dabei war.
Nun nahm das Musikfestival seine Fahrt auf, das von Edgar Sulzer ins Leben gerufen wurde. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Musikräume Schaffhausen, deren Präsident er auch heute ist. Für Feuerthalen ist er kein Unbekannter, war er doch im ehemaligen Musikverein Vizedirigent. Es ging ihm vor allem darum, die Vielfalt aktiver Vereine, die zu Feuerthalen eine Beziehung haben, aufzuzeigen und Musikerinnen und Musiker verschiedener Generationen zusammenzubringen. Zusammen mit seinem Team von insgesamt 25 Helferinnen und Helfern war er bestens darauf vorbereitet, für einen gelungenen Ablauf des Festivals und auch für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher zu sorgen. In Betrieb waren auch die Weinstube und die Bar auf der Empore.
(Bild 2) Die Panflötengruppe Schaffhausen unter der Leitung von Ruth Meister-Otth sorgte für eine weitere beschwingte Fortsetzung des Programms. Mit ihren archaischen Instrumenten, denen einst Hirtengott Pan Töne entlockt hat, brachten sie einen Reigen volkstümlicher Ohrwürmer zum Besten. Mit Background-Begleitung brachten sie mit den Liedern «Feuer der Sehnsucht», «Jambalaya» und «Der alte Jäger vom Silbertannenwald» die Herzen vieler Besucherinnen und Besucher zum Schmelzen.
(Bild 3) Mit dem Blockflöten-Ensemble Weinland Nord unter der Leitung von Veronika Vogel-Müller kamen nun die jungen Musikerinnen und Musiker zum Einsatz und zeigten ihr Können.
(Bild 4) Die Hilaritambouren Feuerthalen 1987 mit ihren Basler Trommeln und der Pauke als Bassbegleitung zeigten ihre Trommlerkünste in verschiedenen Varianten.
(Bild 5) Das schottische Nationalinstrument, der Dudelsack, ist sehr anspruchsvoll zu beherrschen. Dennoch gibt es in Schaffhausen eine Gruppe, die mit ihren «Pipes» Schottland nach Schaffhausen holen kann. Am heutigen Tag gaben Mischa Greis, Janine Piesold und Patrik Gubser eine Kostprobe davon. Unterstützt wurden sie dabei von zwei Hilaritambouren.
Den Gruss der Gemeinde Feuerthalen überbrachte unser neuer Gemeindepräsident Holger Gurtner. Die Gemeinde ist darüber froh und dankbar, dass der Verein Musikräume SH für die Musikvereine eine Möglichkeit zum gemeinsamen Musizieren auf ihrem Gebiet geschaffen hat. Euch gebührt auch Dank dafür, dass ihr es geschafft habt, diese Räume vor fünf Jahren mit viel Einsatz in Betrieb zu nehmen und sie bis zum heutigen Tag und darüber hinaus zu betreiben. Ein weiterer Dank ging an die Musikerinnen und Musiker, die mit ihren Auftritten die Räume beleben und zum Miteinander beitragen.
Da die vielseitigen Einsätze der angekündigten Musikgruppen den Rahmen einer Berichterstattung sprengen würden, werden wir sie nur erwähnen. Es waren des Weiteren die Knabenmusik Schaffhausen unter der Leitung von Dänu Jenzer sowie der Superar-Chor und der innerschulische Chor.
(Bild 6) Jetzt kam plötzlich Hochstimmung in dem mit ca. 70 Besucherinnen und Besuchern gefüllten Saal auf. Die beliebten, energiegeladenen Hilari Wiiber legten mit «Charlotta» schwungvoll los und alle klatschten mit. Mit ihrem «I hob en Wackel, Wackel, Wackelkontakt» unterstrichen sie ihre schrägen Liedkompositionen und sind damit bereits auf dem besten Weg zum nächsten Hilari. Für den begeisterten und anhaltenden Applaus gab es noch ein abschliessendes «Mamma Mia». Ach du meine Güte, war das schööön!
(Bild 7) Auf die Frage «Seid ihr parat?» kam die spontane Antwort der 14 Hilarimusiker: «Immer». Vierzehn bestens aufgelegte Hilarimusiker oder, besser gesagt, echte Stimmungskanonen legten los mit «Wieso liebst Du mich». Das Händeklatschen aus dem Gästekreis war die erwartete Antwort: «Ja, wir lieben euch». «Sieben Mal, das ist meine Lieblingszahl» wurde erst langgezogen gespielt, dann immer schneller, und dann waren plötzlich alle siebenmal im Hilariparadies! Zu hoffen ist, dass sich die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer im Vordergrund anstecken lassen und später in die Fussstapfen der Mitwirkenden treten. Alles in allem war bereits eine gewisse Vorfreude auf die schönste Zeit im Jahr, den Hilari, spürbar.
(Bild 8) Nach den fetzigen Auftritten der Hilari-Mitwirkenden leitete nun die Stadtmusik Harmonie Schaffhausen mit dem Walzer «Charmaine» gediegene Abendunterhaltung ein. Unter der Leitung von Dänu Jenzer ging es mit Blues und anderen temperamentvollen Stücken weiter. Mit «Ein Leben lang, was mich umgibt, ist Musik» zeigten sie auch ihre Gesangskünste und animierten zum Mitsingen. Mit dem heiteren Militärmarsch «Regenbogen» gab es einen zackigen Abschluss.
(Bild 9) Zum Abschluss des heutigen Musikfestivals gaben die Blauburgunder Musikanten noch ihr Bestes. Blauburgunder erinnert an edlen Rebensaft, und auch die Musiker überzeugten mit Erfahrung, Spielfreude und einem bestens abgestimmten Zusammenspiel. Unter der Leitung von Martin Volkart ging der Abend mit volkstümlichen, unterhaltsamen Stücken seinem Ende entgegen.





Kommentare